Archiv für den Autor: elke

Sieben beim Stadtbuzze

Foto: Hubertus Protz

Letztes Jahr ist das Stadtbuzze wegen Corona ausgefallen. Dieses Jahr haben einigeMitglieder und Freunde des Bürgerforums mitgemacht. Bei Regen, Sonne und Graupelschauern haben sie gut zehn Säcke Wildwuchs und Müll auf dem Meliorsdamm, im Burgmannenhof und auf den Mauern dort, auf der Stadtmauer neben dem schwarzen Turm und auf dem Ludwigsturm entfernt. Das Beweisfoto stammt vom Bollwerk.

Ein dickes Dankschön an die Sieben!

Wir setzen einen Hilfsfonds auf

Foto: Wolfgang Specht

Das Bürgerforum Steinernes Haus setzt einen Hilfsfonds für die Betroffenen des verheerenden Hochwassers in Büdingen auf. „Die Hilfe für die Flutopfer in Büdingen muss rasch anlaufen“, sagt Dr. Hubertus Protz, 1. Vorsitzender des Vereins. „Die Menschen brauchen finanzielle Unterstützung, um die Sanierung ihrer Häuser, Wohnungen oder Gewerberäume in Angriff zu nehmen, um ihr verlorenes Hab und Gut zu ersetzen.“

Die Gelder, die in den Hilfsfonds „Bürgerforum hilft Hochwasseropfern“ fließen, stammen zum einen aus dem Vereinsvermögen des Bürgerforums Steinernes Haus sowie aus Spenden des Abitur-Jahrgangs des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums von 1982 und einer großzügigen Zuwendung der 2015 gegründeten „Stiftung eines Büdinger Bürgers“.

Bis zum 28. Februar können Geschädigte, die in der Büdinger Altstadt, Neustadt oder Vorstadt wohnen, einen Antrag auf Soforthilfe beim Bürgerforum einreichen. Der Vorstand des Bürgerforums entscheidet über die Vergabe der Hilfen in einer Höhe von jeweils 500 Euro.

Die vier Museen in der Büdinger Altstadt erhalten – unabhängig von diesem Hilfsfonds – ebenfalls finanzielle Zuwendungen. Vor allem das Heuson-Museum und das 50-Jahre-Museum haben durch das Hochwasser des Seemenbachs und den Bruch der Hainmauer große Schäden davongetragen. Das Sandrosenmuseum des Ehrenbürgers Lothar Keil und das Metzgermuseum sind gleichfalls betroffen.

„Wir ermuntern nicht nur Büdinger Bürger, sondern auch Spendenwillige, die rasch und möglichst unbürokratisch helfen wollen, zu einer finanziellen Zuwendung für unseren Hilfsfonds“, sagt Hubertus Protz. „Wir betonen dabei ausdrücklich, dass wir nicht in Konkurrenz zu dem Spendenaufruf der Stadt Büdingen oder dem Engagement des Büdinger Hilfsbündnisses stehen. Alle Aktivitäten, die den betroffenen Menschen und ihren Familien helfen, sind wichtig.“

Das Bürgerforum sieht sich aufgrund seiner Vereinsatzung dem Erhalt von Kulturgut und historischer Bausubstanz in Büdingen verpflichtet. Der Verein will Maßnahmen fördern und unterstützen, die dem Erhalt des historischen Stadtbildes der Altstadt, Neustadt und Vorstadt dienen. „In dieser Ausnahmesituation ist unser Engagement in besonderem Maße erforderlich“, so der Vereinsvorsitzende. „Wir wünschen uns, dass die von der Flut geschädigten Bürgerinnen und Bürger der Büdinger Stadtteile und der anderen betroffenen Orte des Ostkreises schnelle Hilfe von anderer Seite erhalten.“

Das Antragsformular kann per E-Mail: contact@buergerforum-steinerneshaus.de, per Fax: 06042-69393 oder per Post: Bürgerforum Steinernes Haus, Am Junkerngarten 19, 63654 Büdingen zurückgeschickt werden.

Hier gelangen Sie zum Antragsformular.

 

Hochwasser in Büdingen

Foto: Kaltenschnee

Am 29. Januar 2021 hat ein verheerendes Hochwasser die Büdinger Altstadt heimgesucht. Die Wasserfluten floßen über den  Schlosspark in die Stadt, weil die ab dem 14. August 1558 errichtete Hainmauer gebrochen war. Seit dem Mittelalter diente die Mauer dem Hochwasserschutz. Die Mauer ist rund 700 Meter lang und reicht vom Pulverturm bis zum Erlenkippel. Sie ist 70 Zentimeter breit und erreicht eine Höhe von bis zu 150 Zentimetern. Der Heimatforscher Karl Velten Heuson schreibt über die Hainmauer: „Bereits im hohen Mittelalter müssen Wasserfluten mit verheerenden Folgen in Büdingen enorme Schäden angerichtet haben.“ Dr. Walter Nieß schreibt: „Die Hochwassermarken in Büdingen von 1625, 1695, 1756 und 1757 zeigen, dass diese Maßnahmen unbedingt erforderlich waren, jedoch die Frühjahrshochwässer von der Altstadt Büdingen nicht ganz fernhalten konnten. Stadt und Schloss haben auch später noch bis zu 1,50 Meter unter Hochwasser gestanden, wie mag es erst früher ausgesehen haben, als diese Mauer noch nicht bestand?“ Hochwasser   gab es auch 1862, 1871, 1876, 1880, 1882, 1904, 1909, 1911, 1922, 1930, 1947, 1956 (…) und nicht zuletzt 2003.